::: Presse
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Musikmesse "Jazz Ahead" in Bremen:
"Höhepunkte der Konzertabende in Bremen waren die Auftritte der britischen
Jazzlegende John McLaughlin und des Berliner Arne Jansen-Trios."
Radio Bremen, 25.04.2010
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""Young German Jazz" im ausverkauften RWE-Pavillon (Philharmonie Essen)
Da zauberte Eric Schaefer, das intellektuelle Kompositions-Genie am Schlagzeug,
mit Oliver Potratz, seinem aus vielen anderen Projekten vertrauten Partner am
Bass, filigrane und doch rhythmisch packende Strukturen, über die Arne Jansen
schöne Single-Note-Lines ausbreiten konnte.
Der in Berlin lebende Gitarrist verwandelte poetische Inspirationen, etwa aus
den Romanen des Japaners Haruki Murakami, in bewegende Klangbilder von zeitgemäßer
Schönheit. Wunderbar: Ein souveräner, selbstbewußter Auftritt."
WAZ, Sven Thielmann, 24.02. 2010
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"Friedensreich" (mit Katja Riemann) in Kiel:
Der Gitarrist Arne Jansen hat mit ihr (Katja Riemann) die passenden Arrangements
geschrieben, mal sacht wie ein Wiegenlied, mal mit dröhnenden Loop-Gewittern.
Jansen destilliert aus Rammsteins testosteron-teutonischer Marschmusik die melodische
Idee, den narrativen Kern, reichert ihn mit erstaunlicher musikalischer Intelligenz
an. Nie zuvor klangen Rammstein so klug und verständlich."
Kieler Nachrichten, Jens Raschke, 02.12.2009
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"Friedensreich" (mit Katja Riemann) in Gera:
„
Auf der Bühne der Gitarrist Jansen, ein Musikant wie ein ganzes Orchester,
und die Riemann. Sie spricht, haucht, säuselt, hyperventiliert die brillanten,
gnadenlosen, sehnsüchtigen Berg-Texte, singt, grölt, kreischt Lieder
von Rammstein und anderen. Und plötzlich sind alle in diesem einen Raum:
die bösen Buben oi, oi, die Schrebergärtner mit ihrer verdammten Sehnsucht,
die eitlen Künstler, die gemeinen Verkäuferinnen und das ganz ruinierte,
niedliche, kleinliche, zerrissene, zynische, kitschige, einzige Vater- und Mutterrrrland.
Kunst wird es nicht ändern, aber sie kann die Aufmerksamkeit schärfen,
und genau das macht dieser "Doitschlandabend"."
Ostthüringer Zeitung 14.10.2009
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"Friedensreich" (mit Katja Riemann) in Oldenburg:
Dem Instrumentalisten gebührt übrigens ein Sonderlob: Ausgestattet
nur mit Gitarre und Effektgeräten, kreierte Jansen ein atmosphärisch
dichtes, jederzeit stimmiges Gegengewicht zur Prosa der ostdeutschen Heavy-Metal-Band
Rammstein.
NWZ, Matthias Mineur, 23.06.2009
CD "Younger Than That Now"
Arne Jansen Trio bei Jazz Baltica 2009
Auch der zum zweiten Mal vergebene Jazzförderpreis der Investitionsbank
Schleswig-Holstein ging passenderweise an eine Bigband - an das LandesJugendJazzOrchester
unter Leitung von Jens Köhler, das schon viele neue Jazzstimmen in Deutschland
hervorgebracht hat: den Gitarristen Arne Jansen oder Bassistin Eva Kruse z.B.,
die zusammen mit Drummer Eric Schaefer ein furioses Konzert spielten. Jansens
Trio spielt spektakuläre Musik, eindringlich und ausdrucksstark mit fantastischem
Dynamikbogen.
Jazzthetik, Angela Ballhorn
JazzBaltica: Größen in der kleinen Scheune
Salzau - Das Große liegt oft im Kleinen - zumal bei der JazzBaltica,
deren Stammgäste längst wissen, dass sich von den „Hütern
des Feuers“ in der großen Konzertscheune mancher Abstecher an den „Hot
Spot“ der kleine Scheune lohnt, wo der Nachwuchs auch 2009 zukunftsweisend
aufspielte.
Etwa das Trio des in Flensburg aufgewachsenen, jetzt Berliner Gitarristen Arne
Jansen mit dem ebenfalls Landeskind Eva Kruse am Bass und Drummer Eric Schaefer.
Wäre Jansen nicht schon 1994 als Praktikant auf der JazzBaltica gewesen,
die für ihn seither „als Musiker und Mensch prägend war“,
wäre er nicht schon mit Eva Kruse als Band Firomanum in Salzau zu hören
gewesen, könnte man sagen: Newcomer. Denn die Drei machen sich innovativ
frei für Pop und Rock, mit dem sie es richtig krachen lassen. Rock-Konzert-Atmosphäre
in der kleinen Scheune am Freitagabend.
Kieler Nachrichten, Jörg Meyer
"Gitarrist Arne Jansen brilliert auf "Younger Than That Now" (Traumton/Indigo), eingespielt mit Bassistin Eva Kruse und Eric Schaefer (drums),
mit acht Eigenkompositionen, die durch kraftvoll-innovatives Spiel mit ausgeprägtem
Sinn für Raum greifende Arrangements bestechen. Ohne Zweifel eines der größten
Gitarren-Talente hierzulande."
Hamm Live, Dirk Bremshey, 12/2008
"10 Jahre Enjoy Jazz
... Eine Meisterleistung des spektakulär Unspektakulären war das Konzert
des Arne Jansen Trio aus Berlin mit der fulminant guten [em]-Rhythmusgruppe Eva
Kruse und Eric Schaefer. Diese Musik ruht in Schönheit in sich, verweigert
sich dem verstiegen Experimentellen genauso konsequent wie dem vordergründig
Sportlichen. Von diesem Gitarristen werde Töne nicht gefressen wie anabole
Steroide, sondern flächig ausgebreitet, durch die Rockwalze gedreht, und
mit dem Instrumentarium des Jazz filigran gedrechselt, bis daraus eine atmosphärische
Stimmung erwachsen ist, die dann als eine Art Grundton erhalten bleibt. Bei Jansen
atmet jeder Ton Authentizität aus. ..."
Jazzpodium, Volker Doberstein, 12/2008
Arne Jansen Trio: "Younger than That Now" (Traumton)
"Gitarrist Jansen hat mit Eva Kruse (Bass) und Eric Schaefer (Schlagzeug) zwei
Drittel von Michael Wollnys Erfolgstrio e.m. in seiner Band. Der Berliner komponiert
einfache, wohlklingende Melodien. Er lernte unter anderem bei Pat Metheny und
John Abercrombie und war Mitglied des Bundesjugend-Jazzorchesters. Jansen und
Kruse spielen auch im Quartett Firomanum, das beim diesjährigen Jazzfest
Berlin begeisterte."
KulturSPIEGEL, 12/2008 Neue CDs Jazz
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"Jünger als jetzt
Improvisierte Musik und Bob Dylan? Für das Arne Jansen Trio kein Widerspruch. Zu hören beim Jazzfest
Wie beginnt man, einen Song zu schreiben? "Ich schaffe mir Ruhe, schalte das Telefon ab, dann setzt der Prozess des Freischaufelns, der Inspiration ein." ..."
Den ganzen Artikel lesen: Tagesspiegel, 04.11.2008
"DAS SPIELE ICH
Freiheit und Euphorie
Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt.
Diesmal: Arne Jansen, Gitarrist
Ich liebe die Freiheit der Improvisation - das Hören auf die Mitmusiker und das gemeinsame "Komponieren im Moment". Beim Komponieren genau wie beim Improvisieren folge ich einem melodischen Motiv, dass bei mir einen Nerv berührt. Dieses Gefühl versuche ich dann konsequent weiterzuverfolgen, wohin es mich auch führen mag. Es handelt sich weniger um einen bewussten Schaffensprozess als vielmehr um eine unbewusste Entdeckungsreise, bei der ich versuche, dem musikalischen Kerngedanken zu folgen. Ich verehre die Meister dieser Kunst, wie z.B. Miles Davis, Bob Dylan, Mahler oder Radiohead. Das hat natürlich mit meiner musikalischen Herkunft zu tun. Nach meinen Anfängen als Rockgitarrist mit einer Vorliebe für Jimi Hendrix und Mark Knopfler entdeckte ich mit fast blinder Euphorie den Jazz. über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren habe ich mich äußerst intensiv mit dieser musikalischen Ausdrucksform beschäftigt. So ist mir ein Bedürfnis und eine große Freude geworden, zusammen mit meinen Mitmusikern Eva Kruse und Eric Schaefer eine Musik zu spielen, die ihre Inspiration aus all diesen verschiedenen Stilistiken zieht und im Jazz wie auch in der Rock- und Popmusik gleichermaßen verwurzelt ist.
JazzFest Berlin '08:
Das Arne Jansen Trio spielt am 5. und 6.11. im A-Trane, 22 Uhr
Tagesspiegel, Spielzeit, 30.10.2008
"Der deutsche Gitarrist ARNE JANSEN beweist mit seinem TRIO auf 'Younger Than
That Now' (indigo/traumton) Kompetenz in Sachen Transparenz. So sparsam und
zögernd wie dieser Musiker immer wieder seine herrlich angerauten Töne
in diese acht Instrumentals tropfen lässt, das ist einfach einzigartig,
originell, eigenwillig und beeindruckend. Gemeinsam mit Eva Kruse (b) und Eric
Schaefer (dr) ist dem Berliner eine Album-Produktion gelungen die irgendwo zwischen
dem Impressionismus von Mick Goodricks, dem nordischem Blues Terje Rypdals und
der ökonomischen Spielkonzeption Jim Halls, abseits von Jazz-Tradition,
theoriegeschwängertem Skalendogmatismus und Avantgarde-Zwängen eine
ganz eigene intensive und schöne Musik transportiert. Wunderbar unangepasst."
Gitarre & Bass, 11/2008
"Hau-Drauf-Musik
„
Ah, but I was so much older then, I´m younger than that now“, hat
Bob Dylan einst in „My Back Pages“ erleichtert festgestellt. Diese
Erkenntnis hat Arne Jansen so gut gefallen, dass er sein neues Albun „Younger
than that now“ (Traumton/Indigo) gleich nach ihr benannt hat. Es gibt aber
auch musikalische Gründe für diese Betitelung, denn der Berliner Gitarrist
spielt höchst gekonnt mit dem Reiz des einfachen. Ganz ruhig beginnt der
Opener „On the Shore“, bevor sich mit der meisterlichen Beherrschung
von Flageolett und Feedback allmählich rockigere Töne einschleichen.
Begleitet wird Jansen nach wie vor von den zwei Dritteln [em], die nicht Michael
Wollny heißen. Eva Kruse am Bass und vor allem Schlagzeuger Eric Schaefer
zeigen auf dieser Produktion aber eine ganz andere Seite von sich – sie
können nämlich auch rocken. „Eric kommt ja auch ursprünglich
von Hau-Drauf-Musik“, grinst Arne Jansen. „er hat genau wie ich in
einer Rockband begonnen. Als mir mit 16 eine Gitarre kaufte, habe ich Jimi Hendrix
gehört.“ Danach begann für Jansen eine Entwicklung zum hochkomplexen
Jazzgitarristen, die er aber im Moment als abgeschlossen betrachtet. „früher
habe ich sehr abgefahrene Sachen geschrieben“, gibt er zu, „mein
Interesse daran ist im Moment verschwunden.“
Radiohead, Bob Dylan, aber auch „Good Dog, Happy Man“, die Bill-Frisell-Platte,
eine der besten Hommagen des amerikanischen Ausnahmegitarristen an die Songform,
haben Jansen in den letzten Jahren begleitet. Das hat sich auf der letzten Platte „My
Tree“, auf der er Pearl Jam gecovert hat, schon angedeutet. Das neue Album
suhlt sich geradezu in den erzählerischen Momenten, bei denen es heftig
zur Sache gehen kann. In den langen, epischen Songs wie „Out of my Tree“ oder „The
End of the World“ erinnert Arne Jansen gar an die ausufernden Gitarrenschlachten
von Neil Young & Crazy Horse. „Einfache Melodien zu schreiben, die
Tiefe haben“, hat Jansen festgestellt, „ist gar nicht so einfach.“"
Jazzthing #76, Rolf Thomas, November 08-Januar 09
"Ende 2005 waren wir begeistert von "My Tree" (Traumton 4486); und was wir über Arne Jansens neues Album sagen wollen, könnte aus fast dem gleichen Vokabular bestehen: Preisklasse Rosenwinkel/Muthspiel;
exzeptionell geschmackvoller Spieler und Tonsetzer; feiner Strich statt grell
bemalter Axt im Walde; unerschöpfliches Singlenote-Spiel; jenseits aller
postmodernen Klischees, spannend, frappierend, erstaunlich. Der Berliner Gitarrist
spielt wieder in dem Trio von "My Tree" , also mit Eva Kruse, b, und
Eric Schaefer, dr. Dass er bei Goodrick, Metheny, Abercrombie, Catherine und,
ja, ja, Rosenwinkel studiert hat, sei nebenbei vermerkt; er ist vor allem er
selbst, ein hochmusikalischer Ökonom der Schönheit, der Verhaltenheit,
des Spacing. Er ist ein Künstler der Reduktion, wie in einem betörend
schönen, fast minimalistischen und programmatischen Starttitel "On
The Shore", der sogar noch, wie in "Setting Forth" offene Saiten
unter dramatisch wechselnden Akkorden mit Bedacht wählt. "Tiger's Den" ist
ein elektrischer Song, eher rockig als jazzig, aber dennoch nie over the hill,
ein dramatisch klug gesetzter "Ausrutscher". Arnes wirklich große
Welt bleibt eine reduktionistische: Ausgerechnet ein über neun Minuten langes
Opus wie "The end of the world" machen die drei zum Paradebeispiel
für das Wenige, das weit mehr als das Viele sagt. Gewidmet hat AJ das Stück
Haruki Murakami, dem japanischen Autor und poeta doctus mit unzähligen literarischen
Bezügen zu Pop. und Rockmusik und Jazz. Hier gibt es kein Crescendi-Tamtam.
Hier herrscht der sacht verhauchenden Augenblick, der stille, aber bedeutungsstarke
Moment, wie wir ihn aus Haiku und Tanka kennen. Und dann noch "Rai On My
Carpet" (Bob Dylan zugedacht) und, Bezug zum Vor-Album, "Out Of My
Tree", zwei ganz ähmlich sparsamen, gleichsam "unterspielten" Trio-Stücken.
Arne Jansen und sein Trio bieten wunderbare Musik, Musik, in der viel mehr steckt
als das vordergründig Hörbare: eine erstaunliche Portion fernöstlicher
Weisheit."
Jazzpodium, Alexander Schmitz, Oktober 2008
Der Dylan-Faktor
Gitarrist Arne Jansen setzt im Berliner Jazz neue Maßstäbe
In Berlin herrscht Jazzflaute. Trotz Legionen motivierter Jazzmusiker sind Innovation,
Individualität oder gar internationaler Standard seit Jahren rar gesät.
Arne Jansen macht diesem Stillstand jetzt ein Ende. Einen Jazzgitarristen vom
Format des jungen Berliners hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr
gegeben. Vielleicht noch nie. Jansen ist ein sanfter Extremist. Die Stücke
seines neuen Albums "Younger Than That Now" wirken ganz neu und unverbraucht,
und doch scheint man sie auf der Schnittstelle kollektiver musikalischer Erinnerung
zwischen Jazz, Rocj und Folk längst zu kennen.
Schon früh begriff Jansen, dass er die Soli von John Coltrane niemals auf
die Gitarre würde übertragen können. Wozu auch? Stattdessen suchte
er Inspiration bei Jimi Hendrix, Joni Mitchell, Radiohead oder Bob Dylan, von
dem er sich auch den Titel für sein Album auslieh. Sein Respekt vor den
Altvorderen versackt jedoch niemals in lähmender Ehrfurcht. "Bei anderen
bewundert man stets, was man selbst nicht kann. Ich beschäftige mich zwar
mit meinen Defiziten, doch beim Schreiben konzentriere ich mich auf meine Stärken.
Mich berührt das Einfache in der Musik, und sei es Akustik-Pop, der nur
aus drei Akkorden besteht."
Jansen will Vorbilder wie John Scofield, Pat Metheny oder Bill Frisell nicht
verleugnen, aber seine Version von Jazz klingt eher nach instrumentalem Rock.
Er spielt ohne jeden Druck, kann zulassen, wo andere verhindern. "Ich will
keine abgehobene Musik. Kunst für sich, die das Leben aus dem Fernglas einfängt,
bedeutet mir nichts. Manchmal kaufe ich Platten, deren künstlerischer Anspruch
mich beim ersten Hören begeistert, doch dann ertappe ich mich dabei, dass
ich sie nie wieder höre."
So kann man Jansens Songs ohne Brüche zwischen White Stripes und Neil Young
hören. Jazz oder nicht, Jansen übersetzt seine Einflüsse in einen
Berliner Jargon, der Hundehaufen, Baustellendreck und Kinderlärm ebenso
hörbar macht, wie das Exil im Biergarten und den Duft der Dönerbude.
TIP Berlin, 2.10.2008
"Endlich! Den Blick gen Himmel gerichtet, ist man versucht, einen Aufschrei der
Erleichterung auszustoßen. Einen Jazzgitarristen vom Format des jungen Berliners
Arne Jansen hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Vielleicht
noch nie."
Jazzthetik, Oktober 2008, Wolf Kampmann
CD "My Tree"
- Zarte Lyrik und rockige Explosivität
Arne Jansen Trio war Gast der Flensburger Hofkultur
Klarer Gitarrensound durchbricht die Stille des lauen Sommerabends. Bass und Schlagzeug setzen ein und schaffen gemeinsam ein warmes, stets aufs Neue überraschendes, intensives Klangbild. Von zarter Lyrik bis hin zu rockiger Explosivität: So weit reichte das musikalische Spektrum des Arne Jansen Trios am Donnerstag im idyllischen Brasseriehof.
Während der gebürtige Flensburger Arne Jansen mit gitarristischer Rhetorik und eigensinnigen Kompositionen - teils durch den japanischen Autoren Haruki Murakami inspiriert - bestach, glänzte Bassistin Eva Kruse durch gekonnte Intonation und flinke Finger. Eric Schaefer trug das dynamische Unisono-Spiel von Gitarre und Bass wie ein wahrer Poet.
Neben Bearbeitungen der US-Rockband Pearl Jam überzeugten bei "MyTree" ausgefeilte Melodik und lebendige Improvisationen - weder zerfasert noch beliebig; das Stück "Nachtgewitter" mit seinem temperiert aggressiven Touch war ein wahres Gitarrengeschrei, das ein Sommergewitter im Hof perfekt imitierte und das Publikum begeistert mitgehen und Neugierige ihr Fenster in den Hof öffnen ließ. Und beim dröhnenden Song "The End Of The World" kam tatsächlich Endzeitstimmung auf. "Last Minute" mit rockenden Beats leitete dann jazzig-dynamisch die Pause ein.
Zu guter Letzt sorgte das wunderbar zarte Wiegenlied "Lullaby" bei manch einem der etwa 200 Zuhörer in der hereinbrechenden Dunkelheit für wohlige Bettschwere. Ein angemessener Abschluss eines sinnlich-intellektuellen Vergügens."
Flensburger Tageblatt, Johanna Rower, 26.07.2008
Besser hätte eine Konzertansetzung aus marketingtechnischen Gründen gar nicht sein können. Gerade wurde die Band Firomanum mit dem erstmals vergebenen "Jazz Baltica Förderpreis" ausgezeichnet und nun gastierten in der St.Petri Kirche in Ratzeburg, übrigens auf Einladung des äußerst umtriebigen Vereins "Jazz in Ratzeburg e.V., zwei Musiker dieses Ensembles mit einem "Sideproject": dem Arne Jansen Trio. Eric Schaefer, etatmäßiger Schlagzeuger dieser Formation, wurde da z.Zt. mit dem Pianisten Carsten
Daerr in Mexiko konzertierend, kurzerhand trefflichst durch Sebastian Merk
ersetzt.
Verhalten arpeggierend startet Arne Jansen in ein denkwürdiges Konzert.
Seiner Gitarre pastellfarbene, hingetupfte Töne entlockend, tastet er
sich hinein in "Before", eine Komposition des noch aktuellen Albums "My
Tree", im Herbst soll übrigens eine neue CD erscheinen. Eva Kruses
wohlgesetzte Bassnoten schaffen Räume, Kontrapunkte, verzahnen sich wunderbar
antizipatorisch mit dem imaginativ-spontanen Spiel des sich keineswegs als
Aushilfsschlagzeugers erweisenden Sebastian Merk. War der Einstieg in dieses
Konzert noch verhalten
kontemplativ, so zeigte das Trio schon mit der nächsten Nummer "Nachtgewitter",
die Ambivalenz ihres musikalischen Wirkens auf. Dräuende Gewitterwolken
auf seinem Schlagzeug evozierend, leitet Merk hinein in eine Komposition Jansens, übrigens
im zarten Alter von 16 Jahren erdacht, die die Bildlichkeit von Musik auf stupende
Weise für den Hörer erfahrbar und erlebbar macht. Jansens Gitarre
grollt und tost, Kruses Bass donnert und rumort und wie niedersausende Blitze
fährt
Merks Beckeneinsatz immer wieder hinein in den tonalen Mahlstrom. Doch dann
lichten sich die Wolken, am Horizont beginnen die Sterne zu funkeln und die
Musik verliert
sich in sanften Wellen. Diese Brüche sind es, die die Musik des Arne Jansen
Trios einzigartig machen. Hier sind Musiker am Werk, deren musikalische Sozialisation
nicht ausschließlich bei den Altvorderen des Jazz beginnt, sondern die
sich genauso selbstverständlich mit der Rock und Popmusik ihrer Zeit auseinandergesetzt
haben.
Nicht überraschend bildet dann auch Pearl Jams "Release" den Abschluß dieses
fulminanten Konzertes. Arne Jansen widmet seine neue Komposition "Rain on
my Carpet" Bob Dylan, einem Musiker der nicht gerade hochgradigem Virtuosentum
auf der Gitarre verdächtig scheint, der aber immer noch textlich und melodisch
unerreicht im Raum steht. Dieses Schauen über den eigenen musikalischen
Tellerrand hinaus macht die Faszination der Musik des Trios aus. Rockige "Powerchords" und
an John Bonham gemahnendes Schlagzeugspiel wechseln sich ab mit fragilem, jazzharmonisch
höchst anspruchsvollem Interplay. Da ist die "Laut-Leise-Ästhetik" eines
Kurt Cobain nie weit entfernt von den kantigen "Jazz-Funk-Licks" eines
John Scofield und trotzdem haftet der Musik nie etwas künstlich Aufgesetztes
an. Die Musiker bleiben immer sie selbst. Mit "Lullaby" entlassen Arne
Jansen, Eva Kruse und Sebastian Merk nach zwei Stunden ihre Zuhörer in der
gut besuchten St.Petri Kirche in die Nacht. Der andauernde Regen hatte aufgehört
und am Firmament leuchteten die Sterne.
www.unser-luebeck.de, Thorsten Hingst, 19.5.2008
- Arne Jansen Trio/Summer Night Jazz-Festival Lübeck:
"Professionalität und Intuition gehen mit viel Humor einher, die ausgefeilten,
geschmackssicheren Stücke reichen von kühlem Bop über fusionartige
Versatzstücke bis zur Dekonstruktion, und zwei Bearbeitungen von Stücken
der US-Rockband Pearl Jam gehören zu den besten Momenten des Konzerts. Berührungen
mit Trends ergeben sich am Wegesrand, Scheu beim Umgang mit neuer Technologie
wie etwa Live-Sampling existiert nicht. Von Einflüssen zwischen Hendrix,
Abercrombie, Scofield und Montgomery durchwirkt, führt Arne Jansens klarer,
angeschnittener Gitarrensound durch die Stücke, Eva Kruses Kontrabassspiel
besticht (nicht nur) durch wunderbare Intonation und der mittlerweile wohlbekannte
Eric Schaefer erweist sich erneut als einer der führenden Drummer des Landes,
vermutlich aber des Kontinents."
Jazzthetik, Oktober 2007, Rolf Jäger
-
"Spannenden Spagat vollführt
(„Arne Jansen Trio“ in Schwäbisch Gmünd)
Das Trio um den Gitarristen Arne Jansen bewies enorme musikalische Offenheit
und unbändige Experimentierfreude. Sehr zum Vergnügen der zahlreichen
Jazz-Liebhaber kombinierten Arne Jansen an der Gitarre, Eva Kruse am Kontrabass
und Eric Schaefer am Schlagzeug scheinbar kaum miteinander kompatible Musikrichtungen.
Aus Punk, Jazz, Blues, Grunge, Pop und einer ordentlichen Portion Rock flochten
sie ein spannendes Klanggebilde. ... Als Verbeugung vor den Idolen seiner Jugend
(Pearl Jam) spielte er deren Song „Release“ und verpasste ihm einen
ganz neuen, speziellen Sound. Die weiteren Stücke stammten alle aus Jansens
eigener Feder und trugen unverkennbar seine kühne Handschrift. Mit Titeln
wie „Last Minute“, „Cielo Argento“ oder „San Diego
Blues“ sind sie an den unterschiedlichsten Orten der Welt entstanden. Sie
flüsterten und hauchten, zischten und raunten, riefen und kreischten, brüllten
und wüteten. Und manchmal explodierten sie auch ganz gewaltig. Aber immer
gaben sie die Geschichte ihrer Entstehung oder die Atmosphäre ihres Geburtsortes
preis, und verstanden es bei den Zuhörern Emotionen zu wecken. Immer mehr
ließ sich das Publikum auf Jansens expressiven Gitarrensound, Schaefers
packende Schlagzeugsoli sowie auf Kruses weiche und zugleich gewaltige Basslinien
ein. Bis es sich stumm und fasziniert gänzlich von der Musik gefangen nehmen
ließ. Und sich am Ende beim Trio für diesen hörenswerten Spagat
mit einem langen Applaus bedankte."
Rems-Zeitung, Andrea Kombartzky, 22.01.2007
- "Sieben vielversprechende Eigenkompositionen präsentiert der erst
30-jährige
Gitarrist und Komponist Arne Jansen – einer der Lieblingsgitarristen Peter
Herbolzheimers der deutschen Nahwuchsszene – auf seinem Debüt-Album "My
Tree", das er gemeinsam mit der Bassistin Eva Kruse und dem Schlagzeuger
Eric Schaefer, beide bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Formationen
tätig, für Traumton Records eingespielt hat.
Auf "My Tree" finden sich strukturierte Kompositionen, in denen solistische
Passagen und Improvisationen nie beliebig wirken, sondern eine klare musikalische
Einheit bilden, und ständig passiert in den teils ausufernden Stücken
etwas Neues, muss sich der Hörer auf andere Einflüsse einlassen; einfach
spannend!
Dabei gewähren sich die drei hochbegabten und jungen Musiker aus der Berliner
Szene ausreichend Raum für ihre individuelle Klangsprache. Mal rockig, mal
jazzig zeigt Arne Jansen sein virtuoses Können, Eric Schaefer erschafft
dezent einen rhythmisch geprägten Klangraum und gemeinsam mit Eva Kruses
dynamischem Spiel bietet "My Tree" einen mitreißenden und fesselnden
Modern Jazz, der fern von aufgesetzten Konzepten ist."
jazzdimensions.de,
4/2006 Martin
Lücke
- "Der Berliner Gitarrist Arne Jansen mag zwar von den üblichen Verdächtigen
John Scofield, Bill Frisell und Pat Metheny beeinflußt sein, seine erste
Liebe gehörte aber Mark Knopfler und den Grunge-Melancholikern Pearl Jam.
Nicht umsonst endet also die Debüt-CD seines Trios (am Baß: Eva
Kruse, am Schlagzeug: Eric Schaefer) mit einer ungewöhnlichen Version
des Pearl-Jam-Stücks "Release". Es ist der packende Abschluß einer
Platte, die aus der Ruhe Kraft schöpft. Und dabei Jansens enorm vielseitige
Jazzgitarren-Kunst mit Witz und Sensibilität unaufgeregt in den Vordergrund
stellt." j.e.
Berliner Morgenpost, 8.4.2006
- "Zwei Drittel des Arne Jansen Trios kennt man schon. Als Mitglieder des Dreiergespanns "[em]" konnten
die Bassistin Eva Kruse und der Schlagwerker Eric Schaefer 2005 gemeinsam mit
dem Pianisten Michael Wollny für Aufhorchen in der deutschen Jazzszene
sorgen. Beeindruckendes leistet das Rhythmusduo nun auch im Zusammenspiel mit
dem Gitarristen
Arne Jansen.
In der Ruhe liegt hier die Kraft. Jansens Kompositionen sind seelenvolle Landschaftsgemälde
mit viel Sinn für Weite und Raum. Wie wohl annährend jeder Jazzgitarrist
der Gegenwart zeigt sich der in Flensburg geborene Saitenlyriker von der Trias
John Scofield, Bill Frisell und Pat Metheny beeinflusst; auch die alten Recken
Jim Hall oder Wes Montgomery schimmern in seinem Spiel durch. Hinzu kommt eine
gewisse Rockmelancholie. Nicht umsonst ist der Albumtitel eine Verbeugung vor
dem Pearl-Jam-Stück "In My Tree", nicht von ungefähr endet
die CD des Arne Jansen Trios mit der Interpretation eines alten Songs der Grunge-Miterfinder.
"Release" heißt die Nummer, und sie ist in der Tat eine Befreiung.
Ganz sanft, mit Jansens Flageoletts auf der Gitarre, Kruses zärtlich-mächtigen
Basslinien und Schaefers Glöckchenklingeln, beginnt das alles, wie ein
unorthodoxer Jazzwalzer. Dann folgt die hymnische Entladung. Es ist ein Erdbeben.
Und der
tolle Abschluss einer angenehm entspannten Trioplatte."
Rondo, Josef Engels, 25.3.2006
- "Was für Referenzen! Studiert u.a. bei Goodrick, Metheny, Abercrombie,
Rosenwinkel und Catherine. Bei Herbolzheimer gespielt, in drei Kontinenten
Touren absolviert, im Katja Riemann Oktett, bei Tim Fischer und mit Markus
Stockhausen gearbeitet und so weiter und so fort. Arne Jansen, wenn auch (noch?)
kein household name, ist fraglos ein "heavy" in der Preisklasse Muthspiel/Rosenwiinkel,
und das heißt: kein Mann, der mit dem Kopf durch Wände geht oder
unter Modernität eine grellbunt bekleckste Axt im Walde versteht. "My
Tree", Arnes neuestes Album, ist Trio pur und zwar mit Eva Kruse am Bass
und Eric Schaefer, drums, eine Traumbesetzung also, mit jeder Menge Raum für
viel sensible Arbeit von allen dreien. Ame selbst ist ein exzeptionell geschmackvoller
Spieler, in der Tonsetzung wie in Klang und Komposition. Der Titel "Nachtgewitter" mit
seinem temperiert aggressiven Touch führt da möglicherweise noch
ein bisschen in die Irre; der deine Strich, die klare Zeichnung dominieren
das Album bei weitem. Und erfreulicherweise versteht Arne Jansen es ausgezeichnet,
sich in Singlelines, wie geschmack- und kunstvoll auch immer, nicht zu erschöpfen.
Ergo; "My Tree" bietet eine Modernität, die fesselt, die seltsam
warm und verbindlich ist und so gar nicht ins postmoderne, dekonstruktivistische
Klischee passen will. Es geschieht ständig was; es macht neugierig. Die
Gitarre für sich und die Trio-Interaktion insgesamt sind spannend, die
Tiefe der musikalischen Aussage(n) bestechende die Leichtigkeit ihrer Präsentation
frappierend. Ganz erstaunlich!
Jazz Podium 3/2006, Alexander Schmitz
-
"Um den deutschen Jazznachwuchs braucht derzeit, zumindest was die Quantität
betrifft, kaum jemand Angst haben. Die Label toppen sich gegenseitig mit ihren
Veröffentlichungsserien. Mit der Bassistin Eva Kruse und dem Schlagzeuger
Eric Schaefer bilden gleich zwei in ähnlichen Projekten arbeitende Musiker
das rhythmische Rückrat für den Berliner Gitarristen Arne Jansen.
Der verbeugt sich auf "My Tree" vor einem ganzen Heer an Saitenmagiern,
die ihn über die Jahre inspirierend begleitet haben. Man spürt die
gedankliche Nähe zu John Abercrombie, das Bluesfeeling John Scofields,
das fast architektonische Kalkül Bill Frisells und die verwandte Leidenschaft
mit Jimi Hendrix. Trotzdem bahnt sich Jansen durch das Dickicht seiner Vorbilder
einen eigenen musikalischen Weg. Er klingt frisch und schafft einen beeindruckenden
Spagat zwischen stiller Improvisationskunst und zupackender gitarristischer
Rhetorik."
Jazzzeitung 3/2006, Jörg Konrad
-
"Perfekt!"
Gitarre & Bass, 2/2006, It
- "
Ein bunter Strauß
Fragt man den jungen Berliner Gitarristen Arne Jansen nach seinen Vorbildern,
so kommt ein bunter Strauß an Einflüssen und Stilen zusammen,
der so wohl nur von der Persönlichkeit Jansens zusammengehalten wird:
Da sind Mark Knopfler (der Gitarrist der Dire Straits) genau wie Pat Metheny
(unvermeidlich) oder Jim Hall (natürlich) zu nennen. Ansonsten mag der
Youngster unterschiedslos Miles und Sting, Clapton und Beethoven, U2 und
Mahler. so kommt man also nicht weiter.
Bleibt die CD - und die offenbart ein haarfein zusammengeschweißtes Trio:
Neben Arne Jansen sind die durch ACT zum "young german jazz" gelabelte
Bassistin Eva Kruse und der Drummer Eric Schaefer dabei. Tatsächlich präsentiert "My
Tree" verschiedene Einflüsse von Jazz zum Rock. Aber sie fügen
sich zu einem erstaunlich bewusst subjektiven Ganzen zusammen.
Jansen, der zunächst pragmatisch Saxophon spielte ( Gitarristen gab es
in der Schul-Bigband reichlich), kam spät zum Wunschinstrument, studierte
Jazz-Gitarre in Berlin, besuchte Workshops von Metheny, Goodrick, Rosenwinkel
und Abercrombie. Und wie Abercrombie hegt Jansen eine ausgeprägte Sympathie
für den Rock an dessen ausfransenden Rändern, spielt auch schon mal
in der australischen Band "Naked Raven" mit.
Das Debüt-Album "My Tree" titelt leider nur sieben Songs, fast
allesamt wunderbare Eigenkompositionen. Dabei klingt Jansen - selbst wenn es "heavy" wird
- immer sanglich und effektfrei (da merkt man den Bläser) und mitunter
nach Mick Goodrick (der auch für Kurt Rosenwinkels Entwicklung von Belang
war). Zugegeben - manchmal schauen auch wahlweise Peter Frampton oder Steve
Kahn durch den Vorhang, wenn auch nur kurz. Es ist eben ein bunter Strauß!
Aber was zählt, ist letztlich eben doch nur die Musik. Und die hat es
wirklich in sich."
Klang *****
Musik *****
FonoForum, 2/2006, Tilman Urbach
-
„Er kann wunderbar lyrische Geflechte zaubern, vertrackte Themen aufflackern
lassen und auch mal rockige Explosivität zelebrieren: Das Trio des Gitarristen
Arne Jansen ist ein sinnlich-intellektuelles Vergnügen.“
Jazzzeitung 2006/02, Critics Choice, Roland Spiegel, BR
- "Arne Jansens erste CD als Bandleader ist nicht nur ein weiterer Beleg
für den beeindruckenden Talent-Reichtum der Berliner Szene, sie bietet
auch die interessante Möglichkeit, mit Eva Kruse und Eric Schaefer die
Rhythmusgruppe des Trios [eml, in dem die beiden mit Michael Wollny zusammenarbeiten,
in völlig anderem Zusammenhang zu hören. Wobei der Begriff Rhythmusgruppe
die Rolle von Kruse und Schaefer in beiden Trios nur sehr unzureichend beschreibt.
In Jansens Gitarrenspiel finden Einflüsse quer durch die Stile und Epochen
des Jazz zusammen, lassen sich Jim Hall, John Scofield und viele andere als
Vorbilder erahnen. Doch tief in seinem Inneren ist er wohl doch ein Rocker.
Den auf dem Papier offensichtlichsten Beleg liefert "Release" von
Pearl Jam, die Jansen als wichtige Inspiration nennt. Doch auch nach seinem
Solo in "Cielo Argento", das sich zwei Minuten lang in mähnenschüttelnderweise
in die Raserei steigert, atmet man erst mal durch. "Last Minute" erweist
in seinem Facettenreichtum Bill Frisell die Ehre und hätte mit seiner
Collagen-Ästhetik und den stilistischen Brüchen gut auf dessen "Before
We Were Born" gepasst. Alles in allem eine CD, die mit jedem Hören
neue Entdeckungen offenbart."
Jazzthetik, Guido Diesing, 2/2006
- "Eine feine Platte. die frischen Wind ins neue Jahr bringt! Direkt mit
dem ersten Titel "Before" hebt sich der Nebel über einer Lichtung
- und legt die Soundlandschaft um Arne Jansen frei: "My Tree" trägt
sieben starke Äste und scheint am Rande eines grünen Zauberwaldes
zu wurzeln. Als einziges Fremdgewächs strebt Pearl Jams "Release" gen
Himmel, ansonsten erklingen Kompositionen des 30-jährigen Gitarristen,
der zu Peter Herbolzheimers "Lieblingsgitarristen aus der Nachwuchsszene" gehört,
Mit Eva Kruse am Kontrabass und Eric Schaefer am Schlagzeug entfalten sich
verzweigte und gleichzeitig klare Gebilde. Die drei Musiker der Berliner Szene
haben sich bereits in verschiedenen Formationen verdient gemacht, sei es das
Berlin-Kölner Quartett Firomanum, das Danish-German Jazz Sextet oder [em].
Auf der nun ersten gemeinsamen Trioplatte swingen die Songs so subtil wie druckvoll
im durch "My Tree" streifenden Wind, nicht zuletzt dank Eric Schaefers
dezent präsenten Spiels. Ohne Flaute: Durch jeden Ast fegt eine neue Brise,
mit einem ordentlichen Schlag Rock." (ula)
Jazzthing, 2/2006
-
"Die alte Mutter Jazz hat Junge bekommen. Wieder mal. Diesmal sogar einen
Nachwuchs, der vielversprechende Hoffnungen weckt. Arne Jansen, ein junger Deutscher
aus dem hohen Norden bereichert mit seinem Trio und vor allem mit seiner Gitarre
den Bereich des deutschen Jazz, der seit dem Tod von Volker Kriegel ein bißchen
vor sich hindümpelt. Eine Dreierbesetzung, wie sie klassischer kaum sein
kann.
Gitarre, Bass und Schlagzeug. Alles sehr spartanisch aufgezogen und doch erstaunlich
variationsgeladen. Nicht zuletzt durch eine Frau am Bass, eine im Jazz immer
noch
höchst ungewöhnliche Konstellation. Eva Kruse studierte den 4-Saiter
in Berlin
und Göteborg und ist bereits seit der Jahrtausendwende gut und professionell
im Geschäft. Der dritte im Bunde, der Drummer Eric Schaefer, ist ebenfalls
ein vielbeschäftigter und gerne durch diverse Kombos rotierender Musiker
in deutschen Landen. Was das Trio auszeichnet, ist ein reibungsloses und harmonisches
Miteinander,
das sich über die letzten Jahre mehr und mehr gefestigt hat. Egal ob man
sich
im wohltemperierten Fahrwasser eines Pat Metheny bewegt, sich so manches mal
der Ausdrucksform eines Joe Pass annähert oder gerne, gewollt oder ungewollt,
die
Vor-Mahavishnu-Zeiten eines John McLaughlin aufgreift, immer ist das Qualitätslevel
ein hohes und vor allem es pellt sich mit jedem Track eine ganz eigene und individuelle
Klang-Konfiguration heraus, die das Zuhören zu jeder Zeit kurzweilig
und gut verdaubar macht. Anbiederungen an die elektronische Schiene werden konsequent
außen vor gelassen, ebenso Querschläge zur einschlägigen
Rockmusik (sieht man einmal von „Last Minute” ab, das aber trotz
heftig rockender
Beats immer noch im großen und ganzen fest im Jazz verwurzelt ist), obwohl
Jansen neben Hendrix und Pearl Jam auch Mark Knopfler oder Eric Clapton als Referenzpunkte
ins Feld führt. Vielmehr bewegt sich das Spiel des Flensburgers vorwiegend
auf den traditionellen Pfaden der jüngeren, klassischen Jazzgitarre. Vielleicht
nicht so ganz das Ding von eingefleischten Crossover-Freaks, dafür aber
dürften halt
die „echten” Jazzer herzlichen Gefallen an dieser Scheibe finden."
sound-and-image.de
-
"... Und Traumton Berlin macht einfach weiter wie gehabt: eigensinnig, excellent
produziert und gediegen verpackt. Man höre nur die Debüt-CD des Gitarristen
Arne Jansen, der sich im Trio grandios, fintenreich
und spielfreudig zwischen Hendrix, Metheny und Jim Hall positioniert. ..."
Saarbrücker Zeitung, 18.01.2006
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